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Christiane Spahn-Rempen, Hofgut Ashege

Die Liebe zu Land und Pferden hat Christiane Spahn-Rempen und ihren Mann Thomas Rempen vor Jahren nach Rinkerode geführt. Auf dem Hofgut Ashege haben sie einen Aktivstall für Pferde gebaut. Der landwirtschaftliche Betrieb wird ökologisch nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet, Roggen, Weizen und Dinkel in Backqualität liefert die Landwirtin seit 2009 an cibaria.

„Wir leben hier unseren Traum", sagt Christiane Spahn-Rempen. Und der bedeutet nicht nur auf einem schönen denkmalgeschützten Hof zu leben, die Natur des Münsterlandes und die Ruhe des Landlebens zu genießen, sondern vor allem ganzheitlich und verantwortlich für Umwelt und Tiere zu leben und zu wirtschaften. Christiane Spahn-Rempen und Thomas Rempen haben vor sechs Jahren mit ihren drei Kindern den Lebensmittelpunkt aus dem Rheinland ins Münsterland verlegt und sich mit dem Aufbau eines Bio-Betriebs und eines Aktivstalls für Pferde auch für neue Lebens- und Arbeitsweisen entschieden.

Thomas Rempen war zuletzt Professor für Kommunikationsdesign an der Universität Essen und Inhaber einer Kommunikationsagentur, auch Christiane Spahn-Rempen hat als Kommunikationswirtin in der Werbung gearbeitet. „Wir hatten immer eine große Affinität zum Landleben", erzählt sie und erinnert sich an Kinderzeiten undSommerferien bei den Verwandten auf dem Land. Vor sechs Jahren hat die Familie nach langer Suche das Hofgut Ashege, das seit 1703 an diesem Standort besteht, gefunden, die Hofstelle gekauft und saniert. Die 40 Hektar Land, die zum ursprünglichen Hof gehörten, wurden wieder dazugekauft. Neben dem Grünland für die Pferde blieben noch 12 Hektar Ackerland und damit die Frage: Was und wie bauen wir hier an? „Ich war immer ein Bio-Mensch", sagt Christiane Spahn-Rempen, „mir war klar, dass ich hier einen Bio-Betrieb aufbaue." Sie machte Fortbildungen, knüpfte Kontakte zu Bio-Bauern, fragte viel, wunderte sich manchmal und lernte so viel, dass sie heute stolz sagen kann, dass sie Landwirtin geworden ist. Vor fünf Jahren begann sie mit der Bewirtschaftung, seit drei Jahren ist der Betrieb nach Bioland-Richtlinien zertifiziert.

Neben dem Anbau von Dinkel, Roggen und Weizen werden auf dem Hofgut Ashege auch alte Haustierrassen gezüchtet: Coburger Fuchsschafe, Vorwerk-Hühner und Gänse. Die guten Sachen aus dem Bauerngarten verarbeitet Thomas Rempen zu Marmelade und selbst gebrannten Schnäpsen aus Zwetschgen und Birnen. Vermarktet werden die Produkte des Hofguts Ashege, Lammfleisch, Lammwürste, Lammfelle, Marmeladen, Geflügel, Walnüsse und Schnäpse über einen Online-Shop und direkt ab Hof. Dass ihr Getreide Backqualität erreicht und als Brotgetreide an die cibaria-Bäckerei geliefert wird, freut Christiane Spahn-Rempen besonders. „Ich hatte den Ehrgeiz, Brotgetreide anzubauen. Wir sind stolz darauf, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass Bioprodukte mit Rohstoffen aus der Region hergestellt werden."

Als Stadtmenschen aufs Land zu ziehen, ist eine Herausforderung. „Wir sind vielleicht keine typischen Bauern", sagt Christiane Spahn-Rempen, „aber wir sind sehr bodenständig." Schritt für Schritt haben sie und ihr Mann die nötigen Kenntnisse erworben - und sie lernen täglich dazu. „Wir haben immer das gemacht, was wir konnten", erzählt die 46-Jährige, „wir haben auch Fehler gemacht, aber wir hatten viel Anfängerglück, Fortune und große Unterstützung von unseren Mitarbeitern und unseren Bioland-Kollegen." Ihren alten Beruf in der Werbung vermisst sie längst nicht mehr, parallel zu der Arbeit auf dem Hof macht sie zurzeit eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Mensch und Tier. Ein weiterer Baustein in einem anspruchsvollen Projekt, das Ganzheitlichkeit und Wahrhaftigkeit heißt.

www.hofgut-ashege.de