
Öko-Mode – fair und stylish
frau többen heißt der Laden von Andrea Többen. Ihr Motto: green.fair.fashion. Für uns die richtige Partnerin für die Ausstattung mit Berufskleidung.
Das Image ist noch immer mies. „Öko-Mode muss nicht immer jutesackartig und walle walle sein." Das sind die Worte von Andrea Többen. Sie darf das so sagen, denn erstens weiß sie es seit vielen Jahren besser. Und zweitens verkauft sie seit einigen Monaten selbst Öko-Mode. Und die ist alles andere als sackartig. „frau többen" heißt der Laden an Münsters Hammer Straße mit dem Zusatz „green.fair.fashion". 110 Quadratmeter groß ist das Geschäft, in dem sie - überwiegend - Damenmode von derzeit elf Labeln verkauft. Und was die Kundinnen hier sehen und kaufen, das soll in erster Linie stylisch und cool rüberkommen und erst danach überzeugen, weil es ökologisch und fair produziert ist.
Coole und stylishe Öko-Kleidung - dass es die gibt, hatte Andrea Többen vor vielen Jahren bei einem längeren Aufenthalt in Australien entdeckt. Auf die Frage „Wo kaufe ich das?" antwortete sie mit der Idee zu einem eigenen Handel mit Öko-Kleidung. Intensiv hat die gelernte Zahnarzthelferin und Prophylaxe-Assistentin die Existenzgründung vorbereitet. Am 18. September 2010 eröffnete sie schließlich frau többen, ein Geschäft, in dem es besondere Mode zu kaufen gibt. „Ich wollte nicht nur T-Shirts oder legere Mode, sondern auch Kleider für eine Hochzeit." Das Konzept kommt an, die ersten Monate sind besser gelaufen als geplant.
Alle Label bei frau többen tragen ein Zertifikat, können also nachweisen, dass die Kleidungsstücke „von der Saat bis zur Konfektion" fair und ökologisch produziert wurden. Denn Kundinnen und Kunden, die hier einkaufen, wollen genau das wissen. Wo kommt der Rohstoff her? Wo ist das Label? Wo und von wem wird das geschneidert? Auch wenn die jungen deutschen oder englischen Designerinnen zum Beispiel in Indien produzieren, so ist garantiert, „dass die Baumwolle dort biologisch angebaut wurde, die Arbeitskräfte fair bezahlt werden, das Recht auf Gewerkschaften haben und maximal neun Stunden täglich arbeiten".
Dass Andrea Többen sich den Einzelhandel zugetraut hat, hat nicht nur mit der Leidenschaft für nachhaltige Produkte zu tun und der guten Vorbereitung in Gründungsseminaren, sondern auch mit Erfahrungen, die sie in zweijähriger ehrenamtlicher Arbeit im Weltladen gesammelt hat. Und weil sie an der Hammer Straße viele Quadratmeter mieten konnte, diese aber anfangs noch gar nicht brauchte, ist sie eine Kooperation eingegangen und vermietet einen kleinen Teil des Ladenlokals an den Weltladen Münster. „Das passt thematisch und auch menschlich."
Wir von cibaria finden, dass frau többen auch zu unserer Unternehmensphilosophie passt. Und so hat nicht nur jede Mitarbeiterin zu Weihnachten einen frau többen-Gutschein bekommen, sondern wir haben die Unternehmerin gebeten, für uns nach Produkten zu suchen. Denn unsere Mitarbeiterinnen tragen Shirts und Pullis aus Bio-Baumwolle und die sind in unserer Hausfarbe weinrot schwer zu bekommen. Andrea Többen macht sich schlau, auch wenn sie bislang von keinem Öko-Label weiß, dass stylishe Berufskleidung designt. Noch nicht.
