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Naturlandhof Heiner Wening

Auf dem Naturlandhof von Heiner Wening in Greven gackern 500 Hühner. Sie legen die Eier für cibaria. Donnerstags vormittags wird geliefert. Zwischen 600 und 900 Eier für Backstube und Laden.

Der seit 1988 kontrolliert biologisch erzeugende Bertrieb erfüllt für die Eierproduktion genaue Richtlinien. Jedes Huhn braucht mindestens 10 qm Auslauf, die Wiese am Hof ist mit 10.000 qm mehr als groß genug. Die Tiere haben im Stall Fläche zum Scharren und Picken, genügend Licht und bekommen natürlich ein besonderes Futter. "Was sie draußen auf der Wiese nicht finden, das bekommen sie zusätzlich", sagt Heiner Wening. Getreide, Mais, Erbsen, Bohnen - die Zusammensetzung ist unterschiedlich, die Zutaten kommen - wie das Getreide im Einstreu - überwiegend aus eigenem Anbau. Was zusätzlich gefüttert und mit Mineralien angereichert ist, stammt von der Bioland-Futtermühle Meyerhof zu Bakum in Melle.

Der auf die Futterproduktion spezialisierte Betrieb in Niedersachsen wird ebenfalls streng kontrolliert. "Fette im Hühnerfutter sind absolut tabu", sagt Heiner Wening mit Blick auf den aktuellen Skandal um Dioxin in Eiern. Was bekommen Ihre Tiere zu fressen?, ist daher auch die am häufigsten gestellte Frage. Die Antwort der Bio-Landwirte überzeugt, das zeigt die Nachrfrage. Wie bei jedem Lebensmittelskandal, der sich direkt auf den Biokonsum auswirkt, so könnte auch Heiner Wening zurzeit mehr Eier verkaufen als seine Hühner legen. "Um 100 bis 200 Prozent" sei die Nachfrage in den ersten Wochen des Jahres 2011 gestiegen. Darauf direkt mit einer Erweiterung der Kapazitäten zu reagieren, macht aus Sicht des Landwirts allerdings keinen Sinn.

"Bis die Junghennen, die ich kaufe, Eier legen, vergeht ein halbes Jahr", sagt er. Und einen neuen Stall, den bräuchte er dann auch noch ... Erfahrungsgemäß sinkt die Nachfrage wieder, sobald das Thema die tagesaktuellen Medien verlassen hat. Heiner Wening weiß, dass dann wieder einige Kundinnen und Kunden mehr zu überzeugten Bio-Häufer/-innen geworden sind. Eine gute Grundlage, um langsam zu wachsen.

20 ha groß ist sein Hof, den der Landwirt 1988 kaufte. Das Vorhaben "der müsste auch biologisch zu bewirtschaften sein" hat er in den vergangenen Jahren konsequent umgesetzt. Roggen, Weizen und Dinkel werden auch an die cibaria-Backstube geliefert.
Neben cibaria, anderen Bioläden in der Region und dem Bauernmarkt auf dem münsterschen Domplatz gibt es seit Jahren eine Stammkundschaft, die Kartoffeln, Getreide, Rindfleisch und natürlich Eier und Suppenhühner direkt auf dem Hof einkauft. Der Bauer lacht. "Die Hühner schmecken so doch am besten."