„Spannend wird es, wenn die Öfen kommen“

02. August 2019  Susanne S.


Alles eine Frage des Umzugs: Wir sind neugierig, wie die vielen beteiligten Menschen unseren Umzug zum Hafen erleben. Heute kommt Martina Kühlkamp zu Wort. Sie ist Bäckermeisterin und cibarias Produktionsleiterin. Aktuell ist sie außerdem Produktionsplanerin. Denn mit der neuen Backstube kommen neue Möglichkeiten. Es gibt viel zu tüfteln. 

Martina, in einigen Monaten steht der Umzug an. Schon nervös?

Nein, gar nicht. Ich freue mich. Klar, der Umzug benötigt viel Vorbereitung. Aber wir arbeiten uns Stück für Stück voran.

Worauf achtest du bei der Planung besonders?

Ich schaue, wie wir das, was wir brauchen, in die neue Backstube einpassen können. Wo kommt das Lager hin, wo die Kühlung, wo die Ausgabe - alles mit möglichst kurzen Arbeitswegen.

Welche Möglichkeiten eröffnet die neue Backstube den Frauen und Männern, die dort arbeiten?

Endlich mehr Platz, endlich schlankere Arbeitsabläufe. Der aktuelle Platzmangel an der Bremer Straße führt dazu, dass wir viel zu viel damit beschäftigt sind, Dinge von links nach rechts zu räumen, um Arbeitsflächen freizubekommen. Das nervt alle. Und es frisst Zeit, die wir lieber dem Brot widmen würden.  

Gibt es auch neue technische Gegebenheiten?

Ja, zum Beispiel eine neue Kühlanlage. Wir werden am Hafen klimafreundlich kühlen, mit CO2, dem Kühlmittel der Zukunft. Außerdem freuen wir aus auf den neuen Teigkipper. Bislang füllen wir die Teige per Hand vom großen Kessel in eine Teigwanne um, wo sie dann ruhen. Eine körperlich sehr anstrengende Arbeit. Demnächst ruhen die Teige im Teigkessel und werden per Hebekipper rausbefördert. Großartig. Wir dürfen es auch bequemer haben.

Wann wird es beim Umzug knifflig?

Wenn die Öfen umziehen. Wir nehmen vom alten Standort vier mit, unter anderem einen tonnenschweren Etagenofen. Der Plan lautet: Wir backen samstags bis 5 Uhr morgens, um 6 Uhr kommt die Umzugsfirma und baut die Öfen ab. Wenn alles gut läuft, können wir am Dienstag in der neuen Halle loslegen. Dort müssen wir uns dann erstmal einbacken. Trotz vieler Trockenübungen: Bis Siloanlage, Kühlanlage und die neuen Öfen perfekt abgestimmt und die Abläufe im Team geschmeidig sind, kann es einige Zeit dauern. Es wird auf jeden Fall erstmal spannend für uns – und danach sicher richtig schön!

 

Interview: Susanne Sparmann

Foto: Ralf Emmerich

 

 

 

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Über diesen Blog

Die BioVollkornBäckerei cibaria aus Münster wird ab Frühjahr 2020 mit ihrer Backstube und Konditorei im Münsteraner Hafen vor Anker gehen. Hier schreiben Sophia Siemes und Susanne Sparmann immer freitags über das Zukunftsprojekt „Hafenbackstube“. Die Bilder liefert Ralf Emmerich.