Austausch im Handwerk - cibaria weltweit

Besuch aus Japan und Brasilien

cibaria legt Wert auf Regionalität und enge Verbundenheit mit dem Münsterland. Gesunde Ernährung, nachhaltige Verbindungen mit Landwirtinnen und Landwirten sowie die Verarbeitung hochwertiger Rohstoffe spielen aber auch über unsere Heimat hinaus eine große Rolle. In unserer Backstube sind deshalb regelmäßig internationale Besucherinnen und Besucher zu Gast, die sich für unsere tägliche Arbeit interessieren und auf Inspiration für eigene Projekte hoffen. In den letzten Wochen begrüßten wir Gruppen aus Japan und Brasilien.

Aus Paraná in Südbrasilien besuchte uns eine Gruppe der Kleinbauerngemeinschaft Assesoar und der Uni UFFS. Im Rahmen eines Austauschprogramms, organisiert von der evangelischen Kirche von Westfalen, fuhren sie zu einer Reihe von Betrieben, die sich u. a. mit der Lebensmittelverarbeitung befassen. Wir führten angeregte Diskussionen rundum landwirtschaftliche Strukturen hier und in Paraná, Ernährungssouveränität und Getreideverarbeitung. Der krönende Abschluss: ein geselliges Mittagessen mit Quiche und Pizza an einem Tisch inmitten der Produktion.

Ein anderes Anliegen brachten unsere japanischen Gäste mit in die Bremer Straße. Sie kamen zusammen mit Gerhard Vollmer, einem alteingesessenen Mühlenbauer aus Werther, der auch die cibaria-Mühlen baute. Seine in Deutschland gefertigten Steinmühlen verkauft er heute weltweit. Einer seiner Kunden ist die Taiyo Flour Milling Co., Ltd., eine Mühle aus Fukuoka. Hier wird vor allem Buchweizen vermahlen, die Basis für die in Japan sehr beliebten Buchweizen-Nudeln.

Die Abordnung aus Fukuoka besuchte niederländische und deutsche Firmen, die Mühlen zur Getreidevermahlung einsetzen oder auch Mühlsteine bauen. Bei cibaria tauschte sich die Gruppe, deren Chef Herr Koga fließend Deutsch spricht, nicht nur ausgiebig mit unserer Chefin Rike Kappler aus, sondern freute sich auch, unsere japanische Bäckerei-Auszubildende Aya Kawamata kennen zu lernen.