„Ich laufe durch – die volle Strecke“

cibaria beim Münster Marathon

Gesundheitsbewusstsein hört nicht bei gesunder Ernährung auf. Wir freuen uns, dass so viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf ihre Fitness achten. „Wer mich kennt, kennt meine Leidenschaft fürs Laufen“, sagt zum Beispiel Daniel Böttcher. Bereits im letzten Jahr lief unser Konditor den Münster Marathon in der cibaria-Staffel. Die war auch in diesem Jahr wieder erfolgreich am Start. Doch Daniel war klar: 2017 laufe ich alleine durch – und zwar voll. Daniel erzähl mal, wie war es? Ein Streckenbericht, der klarmacht: Auch ein einzelner Marathon-Läufer wird vom Wir getragen.

Nach einigen Worten mit unserer Staffel begebe ich mich in den Startbereich. Das Wetter ist eher frisch, aber die Sonne soll noch herauskommen. Zudem ist es windstill und vor allem trocken – beste Voraussetzungen!

Um 9.00 Uhr fällt der Startschuss. Endlich setzen sich die 1.800 Läuferinnen und Läufer in Bewegung, und die Anspannung fällt von mir ab. Das erste Viertel der Strecke führt uns durch Münsters Innenstadt. Überall stehen Zuschauerinnen und Fans am Straßenrand. Sie applaudieren, rufen, freuen sich mit uns. Musikgruppen sorgen für Abwechslung. Ein Mann steht im 1. Stock seiner Wohnung und schlägt zwei Kochtopfdeckel gegeneinander. Eine grandiose Stimmung!

„Es ist unglaublich!“

Die Kilometer vergehen von selbst. Ich laufe immer in der Nähe meiner Pacemaker. Das Laufen in diesem Tempo fällt mir leicht. Es ist für mich kein Wettbewerb, sondern ein Lauferlebnis! Als das 10 km-Schild auftaucht, kann ich nicht glauben, dass ich bereits soweit gelaufen bin. Ich habe mir eine Zielzeit von 4:15 Stunden vorgenommen und liege genau im Plan.

Die zweite Etappe führt vom Aasee über Gievenbeck nach Nienberge. Wir laufen und laufen und haben unseren Spaß. Unter anderem kommen wir an einer Afrika-Meile vorbei: Eine Trommelgruppe sorgt für Stimmung und zwei Stelzenläufer begeistern als riesige Erdmännchen Läuferinnen und Zuschauer gleichermaßen. Etwa hier ist Kilometer 14; das erste Drittel ist geschafft!

Zwei Kilometer weiter steht ein früherer Nachbar am Straßenrand und feuert mich an. Ich freue mich riesig. Weil ich weiß, wo meine Freunde stehen, freue ich mich schon Minuten bzw. Kilometer vorher auf sie. Kurz bevor die Strecke an meiner Haustür vorbeiführt, feuert mich noch ein Bäcker aus unserer Backstube an. Wenig später stehen auch mein Onkel und meine Tante an der Strecke  –  wunderbar!

„Die cibaria-Staffel steht am Rand und jubelt mir zu“

Bei Kilometer 19 überholt mich unerwarteterweise unsere 2. Staffelläuferin, die 15 Minuten später gestartet ist. Da muss cibarias 1. Läuferin richtig Gas gegeben haben! Schon bald erreichen wir die Halbmarathon-Grenze. Auf etwas einsameren Wirtschaftswegen verlassen wir dann Nienberge und laufen nach Roxel. Allerdings ist es bei so vielen Läuferinnen und Läufern auf der Strecke natürlich nie einsam. Bei so einem Lauf-Event, zusammen mit so vielen anderen Läuferinnen und Läufern und vor allem in einer so einzigartigen Atmosphäre zu laufen – das ist eben
etwas Besonderes.

Bei Kilometer 35 führt der Lauf am Haus meiner Schwester und ihrer Familie vorbei. Dorthin sind auch meine Mutter und einige Freunde gekommen. Das ist für mich der emotionalste Moment des ganzen Laufes. Ich klatsche die Hände ab und laufe weiter. Noch 7 Kilometer bis zum Ziel!

Auf dem Weg dorthin feuern mich noch mal zwei Verkäuferinnen von cibaria an. Es ist unglaublich. Unsere Staffel steht am Rand und jubelt mir zu. Der Prinzipalmarkt ist mit bunten Fahnen geschmückt. Die letzten Meter geht es sogar über einen roten Teppich ins Ziel. Ich fühle mich großartig. Nach nur 4:08 Stunden habe ich meinen Marathon gefinisht!

Ein wunderschöner Lauf, eine wunderbare Lauferfahrung, ein herrlicher Tag liegen hinter mir!

Unsere Staffel, nämlich Lisa Mengeringhausen, Franziska Glandorf, Michael Schneider und Karla Bäuerle, ist im Ziel bereits nach 3:42 Stunden angekommen und hat damit den 10. Platz in der Handwerker-Staffel beim Volksbank Münster Marathon erreicht.

Daniel Böttcher