Elke und Michael Urban, Naturkost Urban, Dülmen

Auf den ersten Blick erinnert nicht viel an die alten Zeiten. „Naturkost Urban“ hieß mal „Unterm Lebensbaum“, der Laden war nur halb so groß und das Sortiment bot „alles, vom Bleistift in Holz bis zu Ökoklamotten“.

Aber die Leute sind dieselben – Elke und Michael Urban sind seit 1986 mit ihrem Bioladen in Dülmen im Geschäft, die ehemaligen Bankkaufleute tauschten vor mehr als 20 Jahren den Schreibtisch in der Bank gegen die die Ladentheke. „Aus Überzeugung“ wie Michael Urban heute sagt. Gesunde Ernährung sollte nicht ihre Privatsache bleiben, sie ließen sich zu Gesundheitsberatern ausbilden, nutzen ihre kaufmännischen Kenntnisse aus dem alten Beruf für Management und Backoffice im eigenen Betrieb und ließen den Betrieb wachsen.

Heute bietet „Naturkost Urban“ ein Bio-Sortiment, das auf Lebensmittel und den Frische-Bereich setzt. „Die Supermärkte rüsten auf, das ist zu spüren“, sagt Michael Urban über die wachsende Konkurrenz im Bio-Sektor. Dennoch ist er davon überzeugt, dass sich die Qualität der Bioläden durchsetzen wird. „Vom Geschmack her können Supermarktprodukte nicht mithalten“, ist er überzeugt. „Aber das müssen wir kommunizieren.“ Und das tut der Dülmener Laden: Immer freitags bietet Elke Urban eine Verkostung an und lässt die Kunden probieren, was man mit Früchten oder Gemüse machen kann.

Neben der Heidelbeertarte verkaufen sich die Beeren aus regionalem Anbau dann umso besser. Eine andere Idee, um Stammkunden zu binden, ist die „Partnerkarte“, mit der bargeldlos eingekauft werden kann – und die beiden Seiten nützt: „Wir können ab Monatsanfang mit dem Geld arbeiten, der Kunde bekommt 4 Prozent Rabatt.“
Und auch die Entscheidung für cibaria-Brot im Sortiment ist bei Naturkost Urban spürbar. Bislang lieferte nur ein Bio-Bäcker aus der Region. Michael Urban findet: „Wettbewerb belebt das Geschäft“ und die Kunden scheinen’s gut zu finden. „Der Umsatz in der Warengruppe geht nach oben.“
http://www.naturkost-urban.de/