proFIT SchĂŒlerfirma der Realschule im Kreuzviertel in MĂŒnster

proFIT, der Name der Schülerfirma an der Realschule ist Kreuzviertel ist Programm: Es geht um Profit, also ums Gewinne machen und - das steht im Vordergrund - es geht um Fitness.

Deshalb verkauft die Firma im Kiosk gesunde Produkte: Brötchen, Kleingebäck und Studentenfutter von cibaria, vom Heidehof Kakao, Milch, Orangensaft und Wasser, vom Naturschutzbund Apfelsaft. Seit neuestem ist Bionade im Sortiment, aus Malz und Wasser gebraute, mit Calcium und Magnesium angereicherte Biolimonade. Und weil gesundes Essen nach dem Motto "Give me five" funktioniert, gibt's seit den Osterferien zu jedem Einkauf am Kiosk was Knackiges, nämlich ein Stück Apfel dazu. Auf 800 Euro belief sich der Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr, bei einem Jahresumsatz von rund 10.000 Euro. Jetzt befinden sich die 20 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. und 10. Jahrgang mit ihrer Firma im zweiten Geschäftsjahr.

Ihr Projekt gehört in den Wahlpfichtbereich 2,
die beiden anderen Firmen, HEFTig und die SchülerARTisten sind in den Unterricht integriert bzw. ein freies Projekt.
"Mit den Schülerfirmen tragen wir wirtschaftliches Denken im Ausschnitt an die Schülerinnen und Schüler heran", sagt Andrea Temme, stellvertretende Schulleiterin und Initiatorin von proFIT. "Wir wollen möglichst realistische Bezüge schaffen, wenn es um wirtschaftliche Zusammenhänge geht." Dass das gelingt, zeigen zum Beispiel Diskussionen über Lohnkosten und Preise. Wer im Kiosk verkauft, bekommt pro Minute 6 Cent gutgeschrieben. Ein Minimallohn, der den Kiosk auf Dauer in Schwierigkeiten bringen kann. Also wird gerechnet und kalkuliert, nach Alternativen in Ein- und Verkauf gesucht - und zwar nicht nur in der Firma selbst, sondern auch in anderen Klassen.

"Der Kiosk hat ein Problem"
ist für Achtklässler dann ein ganz konkretes Beispiel im Sowi-Unterricht, an dem sie verstehen, wie Löhne entstehen und wie Preise kalkuliert werden. "Daran entzünden sich alle Fragen", sagt Andrea Temme, "das ist das Schöne daran." Die Schülerfirmen sorgen für eine interessante Kommunikation in der Schule über Klassen- und Projektgrenzen hinaus und für eine hohe Identifikation mit dem eigenen Betrieb.

Vom Gewinn aus dem vergangenen Jahr wurden fünf Prozent an die AnteilseignerInnen ausgeschüttet (30 % flossen in Rücklagen, 15% an das Schulprojekt Fit & Fun, 15 % an die Schülervertretung, 15% als Spende an die Welthungerhilfe und 5% an den Förderverein). Im kommenden Jahr werden neue Anteilsscheine ausgegeben und dann können sich auch diejenigen beteiligen, die nicht in der Firma mitarbeiten. cibaria wird auch diese Entwicklungen weiterhin unterstützen - mit günstigen Preisen für den Einkauf der Jung-UnternehmerInnen.